Digitale Raumakustik: Bass, präzise wie nie zuvor!

Wer einen flachen Frequenzgang in seinem Tonstudio oder einen trockenen und präzisen Bass in seinem Heimkino oder Wohnzimmer realisieren möchte, dem bieten wir eine massgeschneiderte digitale raumakustische Lösung an. Keine ungewollten Peaks (Wummern) oder Dips (dünner Sound) im Frequenzgang, sondern ein ausgeglichenes Schallfeld. Dabei greifen wir effektiv in den Zeitbereich (Modal Decay Times) ein und lassen die Raummoden schneller abklingen. Kurzum: ein besseres Hörerlebnis – wahlweise am Sweet Spot – oder auch im ganzen Raum.

Bei der raumakustischen Optimierung gilt es dem tieffrequenten Bereich besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Frequenzen im Bereich von 20 bis 200 Hz unterliegen ihren eigenen Gesetzmässigkeiten und lassen sich nur schwer durch passive Absorber bändigen.

Raumdimensionen von Abhör- oder Aufnahme Räumen sind meist kleiner als die tieffrequenten Wellenlängen lang sind (bis 17m Kantenlänge für 20Hz). Dies führt in praktisch allen Räumen zu stehenden Wellen (auch bekannt als Raummoden), welche an manchen Hörpositionen laut dröhnen und unpräzise klingen, an anderen hingegen kaum wahrnehmbar sind. Generell verzerren Raummoden den Frequenzgang, beeinflussen die Impulstreue negativ und stören die Ortungsstabilität.

Die Grundlage unserer Lösung stellt die akustische Analyse des Raums dar. In Abhängigkeit der akustischen Gegebenheiten und des gewünschten Ergebnisses, konfigurieren wir die Algorithmen auf unserer Hardware und lassen die Raumakustik von unserem eigens entwickelten und in der hauseigenen Manufaktur hergestellten Subwoofer RSc-Sub80DSP regeln.

Mit dem RSc-Sub80DSP sind akustische Vorwärts und Rückwärts-Regelungen möglich, welche wahlweise adaptiv oder nicht-adaptiv gesteuert werden können. Die Architektur des Systems ermöglicht uns die Behandlung von sehr speziell gelagerten raumakustischen Problemen, welche bspw. durch eine asymmetrische Aufstellung der Lautsprecher oder in asymmetrischen Räumen entstehen. Unser Produkt ist mit Abstand die flexibelste Variante auf dem Markt, welche sich sehr gezielt auf jegliche Bedürfnisse anpassen lässt.

Typisches Problem: Ungleiche Phasenlage für tieffrequente Töne.
Influx Studio: before and after the show.
Folgende Algorithmen und Regler stehen zur Verfügung
  • feed forward Regler, statisch oder adaptiv für fixe oder sich veränderliche Probleme, bei welchen das Signal vor auftreten der Störung bekannt ist
  • feed back Regler, statisch oder adaptiv, welche sich extrem gut für Probleme eignen, bei welchen die Kausalität nicht gegeben ist und/oder das Signal, welches die Störung verursacht nicht oder nur zeitgleich zur Störung bestimmt werden kann
  • Exotische tontechnische Filter, zB inverse Allpassfilter zur Laufzeitkompensation und Impulskompression
  • automatische Primär- und Sekundärpfad Identifikation, welche auch Fehler erkennt und meldet.
  • Energie- und Konvergenzbeurteilungen zur Überwachung und Steuerung der Algorithmen

Die meisten Regler basieren auf einem speziell für tiefe Frequenzen modifizierten ‚least mean squares (LMS)‘-Algorithmus, welcher eine sehr hohe Frequenzauflösung für tiefe Frequenzen besitzt. Dies erreichen wir auch ohne die Nachteile, welche der aktuell publizierte Stand des Wissens mit sich bringt.

Wirkungsweise eines statischen feed back Reglers, hier implementiert als aktiver Helmholtz-Resonator auf eine ausgewählte Raummode.
Bildlegende: oben ohne, unten mit aktiver Raummodenkorrektur.
Referenzen